Tagesgeldkonto-Vergleich (2024)

Die besten Tagesgeldzinsen auf einen Blick

Durch den Tagesgeld-Vergleich bekommst du einen Überblick über den Markt und das beste Tagesgeldkonto für dich.
Informiere dich bevor du ein Tagesgledkonto abschließt, bspw. über unseren Ratgeber zum Tagesgeld.

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Daten zum Zeitpunkt 30.04.2024; Quelle: weltsparen.de und Webseiten der Tagesgeld-Anbieter
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Inhaltsverzeichnis

Worauf muss ich bei meinem Tagesgeldkonto achten?

Wenn du ein Tagesgeldkonto eröffnen möchtest, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Vermeide wirtschtschaftlich schwache Länder

Die Sicherungstöpfe der Einlagensicherung befinden sich in manchen Ländern erst im Aufbau. So dauerte es in Bulgarien nach der Insolvenz der Corporate Commercial Bank 6 Monate bis die Anleger ihr Geld wiedersahen. Nach damaligen EU-Recht hätte es bereits nach 21 Arbeitstagen zurückgezahlt werden müssen.

Achte auf die Wirtschaftskraft des Landes in dem die Bank ansässig ist, bei der du dein Geld anlegen möchtest.

Wie eröffne ich mein Tagesgeldkonto?

Prozess

Ein Tagesgeldkonto zu eröffnen ist ähnlich deiner Girokontoeröffnung. In der Regel sieht das Prozedere so aus:

  1. Banken und Tagesgeldkonten vergleichen
  2. geeignete Bank aussuchen
  3. Persönliche Daten eingeben
  4. Identität nachweisen (Videoident-/Postident-Verfahren)
  5. Kontoeröffnung abwarten
  6. Freistellungsauftrag einrichten
  7. Erspartes auf das Tagesgeldkonto überweisen
  8. Regelmäßige Zinszahlung der Bank erhalten

Was ist Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine Geldanlage ohne feste Laufzeit mit variabler Verzinsung. Es vereint also das beste aus einem Girokonto und Festgeld. Dabei leihst du deiner Bank Geld, das du auf ein separates Konto, also ein Tagesgeldkonto, einzahlst. Dafür bekommst du von deiner Bank Zinsen.

Tagesgeld ist flexibel: anders als z.B. Festgeld, ist  Tagesgeld keine fest angelegte Termineinlage, sondern gehört, wie das Girokonto zur sogenannten Sichteinlage. Das heißt, es ist sehr flexibel und täglich “auf Sicht” von deinem Tagesgeldkonto abrufbar.

Tagesgeld wird verzinst: Darüberhinaus bekommst du regelmäßige Zinszahlungen. Meist ist das auf deinem Girokonto nicht der Fall.

Sichteinlagen Termineinlagen Spareinlagen

Girokonto

Tagesgeldkonto

Guthaben steht dir auf Sicht, also tägl. zur Verfügung

Geeignet für tägl. Zahlungsverkehr (Girokonto) & Notreserve (Tagesgeld)

Festgelder

Guthaben wird vorübergehend festgelegt und verzinst

Kündigungsfrist mind. 1 Monat

Geeignet für kurzfristige Geldanlage

Sparbuch

Guthaben wird bspw. in Form eines Sparbuches langfristig angelegt

Geeignet für Geldanlage

Tagesgeld ist die verzinste Ergänzung zu deinem Girokonto

In der Regel wirft dein Girokonto keine Zinsen ab. In Zeiten der Inflation, in der alles um dich herum teurer wird, verliert dein Geld somit an Kaufkraft.

Wir empfehlen dir ein Tagesgeldkonto als Ergänzung zu deinem Girokonto.
Geld, welches dir kurzfristig zu Verfügung stehen soll, kannst du hier besparen. 

Der Vorteil: du kannst im Notfall täglich darauf zugreifen und zusätzlich erhältst du regelmäßig Geld in Form von Zinsen von deiner Bank.

Wann brauche ich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto ist das richtige für dich, wenn du großen Wert auf Sicherheit und Flexibilität legst und du jederzeit an dein Erspartes Geld möchtest.

Prinzipiell empfehlen wir jedem ein Tagesgeldkonto – denn es ist eine ideale Ergänzung zu deinem Girokonto. 

Für diese Fälle solltest du das Tagesgeldkonto v.a. nutzen:

Notgroschen
Für Notfälle, wie bspw. Reparaturen oder plötzliche Arbeitslosigkeit, solltest du eine Notreserve ansparen. Das Tagesgeld ist perfekt dafür, da du flexibel an dein Geld kommst.
kurz-/mittelfristige Geldanlagen
Du musst in den nächsten 1-3 Jahren auf dein Geld zugreifen können? Dann solltest du auf risikoreiche Anlageformen, wie Aktien und Anleihen, verzichten. Ein Tagesgeldkonto kann die Alternative sein.
Risikostreuung
Du legst viel Wert auf Sicherheit? Dann kannst du einen Teil deiner Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto besparen. Das kann v.a. in der Rente Sinn machen. Bist du noch jung & kannst lange auf dein Geld verzichten, raten wir dir aber eher zu renditestärkeren Anlageklassen wie Aktienfonds bzw. ETFs.

Ist mein Tagesgeld sicher?

Einlagen – also Sichteinlagen, Termineinlagen sowie Spareinlagen – unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung und gelten somit als sehr sichere Form der Geldanlage. Das Tagesgeld fällt als Sichteinlage auch darunter.

Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind pro Kreditinstitut und Person innerhalb der EU (und dem EWR = Europopäischer Wirtschaftsraum) 100.000 € durch die gesetzliche Einlagensicherung z.B. im Falle einer Insolvenz deiner Bank garantiert. Für Gemeinschaftskonten gilt somit eine Grenze von 200.000 €.

Genauso könntest du, wenn du mehr als 100.000 € an Einlagen besitzt, ein separates Konto bei einem anderen Kreditinstitut eröffnen, um dir bis zu 200.000 € gesetzlich abzusichern. In der Praxis macht es aber in den wenigsten Fällen Sinn, so viel Geld in Einlagen “rumliegen” zu haben. Denn kannst du längere Zeit auf dein Geld verzichten, rentieren sich andere Anlageformen, wie Aktien oder Immobilien, immer noch mehr.

Darüber hinaus unterliegt dein Tagesgeld, anders als börsengehandelte Wertpapiere (z.B. Aktien und Anleihen) keinerlei Kursschwankungen, was es v.a. für sicherheitsbewusste Anleger attraktiv macht.

Wie wird mein Tagesgeld besteuert?

Deine Zinsen aufs Tagesgeld müssen versteuert werden. Dabei gibt es 3 verschiedene Szenarien, die du je nach Ansässigkeit deiner Bank unterscheiden und beachten musst.

Bank mit Sitz in Deutschland

Zinsen auf Einlagen bei einer deutschen Bank unterliegen der Kapitalertragssteuer. Diese wird direkt und automatisch von deiner Bank an das Finanzamt abgeführt. 

Daher macht es in der Regel Sinn einen Freistellungsauftrag (bis zu max. 1.000€/2.000€ bei gemeinsamer Veranlagung) zu hinterlegen. Zinsen, die diesen Betrag nicht überschreiten, bleiben steuerfrei. Steuern auf Zinsen über den Freistellungsauftrag hinaus, führt deine deutsche Bank automatisch ans Finanzamt ab.

Europäische Bank mit Quellensteuer

Manche Länder, wie bspw. Portugal, behalten eine Quellensteuer ein. Diese wird direkt an das zuständige Finanzamt im Ausland abgeführt. Zwar kannst du diese Quellensteuer in deiner Steuerklärung angeben, du bekommst aber u.U. nicht den kompletten Betrag wieder heraus. Wie viel du bekommst, hängt vom Doppelbesteuerungsabkommen ab, das dieses Land mit Deutschland abgeschlossen hat. In allen Fällen musst du die Zinserträge in Deutschland zusätzlich versteuern.

Eine Quellensteuern macht deine Tagesgeld-Anlage unnötig kompliziert und solltest du daher vermeiden. 

Europäische Bank ohne Quellensteuer

Die meisten Länder verzichten darauf eine Quellensteuer einzubehalten, wenn du in Deutschland wohnst.

Auch wenn du keine Quellensteuer zahlen musst, bist du dennoch verpflichtet deine Zins-Erträge in Deutschland zu versteuern. Deswegen bist du bei Zinserträgen , die du von ausländischen Banken bekommst,  immer dazu verpflichtet diese in deiner Steuererklärung anzugeben.

Gibt es Alternativen zum Tagesgeldkonto?

Je nach Verwendungszweck, gibt es unterschiedliche Alternativen:

  1. Girokonto: für deinen täglichen Zahlungsverkehr und als Gehaltskonto
  2. Festgeld: für kurz-/mittelfristiges Sparen und Risikostreuung im Portfolio. 
    Hast du dir bereits einen Notgroschen angespart, kannst du überschüssiges Geld, auf das du in den nächsten Jahren zugreifen willst auch in Form von Festgeld anlegen. Dabei gibt es teils höhere Zinsen als auf dein Tagesgeld. In der Regel gilt: je länger du auf dein Geld verzichten kannst, desto höher sind die Zinsen auf das Festgeld. (Hier gehts zum Festgeldvergleich)
  3. Aktien, Anleihen & co.: für mittel- bis langfristiges Sparen.
    Wenn du lange auf dein Geld verzichten kannst, z.B. weil du für deine Altersvorsorge sparen möchtest, raten wir dir zu renditestärkeren Anlageklassen wie Aktienfonds bzw. ETFs.
Vergleich-Tagesgeld-Festgeld-Girokonto
Vergleich-Tagesgeld-Festgeld-Girokonto

🙋 Häufige Fragen zum Tagesgeld-Vergleich

Tagesgeld vereint das beste aus einem Girokonto und Festgeld. Dabei leihst du deiner Bank Geld, das du auf ein separates Konto, also ein Tagesgeldkonto, einzahlst. Dafür bekommst du von deiner Bank Zinsen.

Geeignet ist Tagesgeld als Ergänzung zu deinem Girokonto.

  1. Wir empfehlen dir ein Tagesgeldkonto für den Aufbau eines Notgroschen, also Geld, dass du im Notfall ( z.B. Reparatur, Arbeitslosigkeit) kurzfristig benötigst.
  2. Auch für kurzfristiges Sparen ist ein Tagesgeld gut geeignet, wenn du in den nächsten Jahren auf das Geld zugreifen musst.
  3. Als Risikostreuung ist das Tagesgeld auch langfristig für risikoaverse Menschen möglich, welche keine großen Schwankungen im Portfolio haben wollen (z.B. Rentner). Bist du noch jung & kannst lange auf dein Geld verzichten, raten wir dir aber eher zu renditestärkeren Anlageklassen wie Aktienfonds bzw. ETFs.

Einlagen – also Sichteinlagen, Termineinlagen sowie Spareinlagen – unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung und gelten somit als sehr sichere Form der Geldanlage. Das Tagesgeld fällt als Sichteinlage auch darunter.

Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind pro Kreditinstitut und Person innerhalb der EU (und dem EWR = Europopäischer Wirtschaftsraum) 100.000 € durch die gesetzliche Einlagensicherung z.B. im Falle einer Insolvenz deiner Bank garantiert. Für Gemeinschaftskonten gilt somit eine Grenze von 200.000 €.

Wenn du ein Tagesgeldkonto eröffnen möchtest, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

  1. Vergleiche die Zinsen der Banken/Tagesgeldkonten (beachte befristete Angebote)
  2. Gehe sicher, dass das Kreditinstitut bei dem du dein Konto eröffnest, in einem Staat ansässig ist, welcher der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt
  3.  Prüfe die Bonität des Staats, in der die Bank ansässig ist
  4. Beachte die Besteuerung bei ausländischen Anbietern: bei ausländischen Banken kann es sein, dass du eine Quellensteuer zahlst oder du die erhaltenen Zinsen in deiner Steuererklärung (Anlage Kap) ausweisen musst.

Auch die Bonität des Staates spielt eine Rolle. Denn: sollte das hinterlegte Geld im Sicherungsmechanismus bei einer Insolvenz der Bank nicht ausreichen, um alle Gläubiger zu bedienen, müsste in diesem Falle doch der Staat einspringen.

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Niko Röhrle
Niko Röhrle ist Gründer der Finanzbildungsplattform mon(k)eyandpeanuts.de, Finanzexperte und Berater bei FiNUM.Finanzhaus seit 2022

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